Daniel Schrepfer.

Daniel, Wie kam es zum Projekt, und was waren die zentralen Herausforderungen?

Die Säle werden heute nahezu täglich für repräsentative und strategisch wichtige Anlässe innerhalb der Migros-Gruppe genutzt. Vor dem Hintergrund der laufenden Transformation der Migros war es naheliegend, auch diese zentralen Begegnungsorte in ein zeitgemässes und modernes Erscheinungsbild zu überführen.

Die Herausforderung bestand darin, unterschiedliche Anforderungen miteinander zu verbinden: Einerseits sollten die Räume modern, schlicht und flexibel nutzbar sein, andererseits sollte die besondere Geschichte und Identität der Migros weiterhin spürbar bleiben. Die Balance zwischen Zukunftsorientierung und dem Erhalt der Migros-DNA war dabei sicher eine der grössten Aufgaben.

Was sind Deine Herausforderungen in Deiner Funktion als Co-Leiter IBE Migros und Leiter Direktion Immobilien MGB, und wie hat dieses Projekt darauf eingezahlt?

In einer komplexen Organisation wie der Migros stehen weniger die persönlichen Herausforderungen einer einzelnen Führungsperson im Vordergrund als vielmehr die Bedürfnisse der gesamten Gruppe. Es geht darum, unterschiedlichste Interessen zusammenzubringen, gemeinsame Nenner zu finden und die Erwartungen verschiedener Stakeholder in Einklang zu bringen.

Gerade in meinen Verantwortungsbereichen Immobilien, indirekte Beschaffung und Versicherungen sind die Themen besonders exponiert. Entscheidungen haben oft Auswirkungen auf zahlreiche Anspruchsgruppen innerhalb und ausserhalb der Migros-Gruppe und bewegen sich häufig in einem politischen Spannungsfeld. Umso wichtiger ist es, die Verzahnung innerhalb der Gruppe sicherzustellen, unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Dieses Projekt hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig klare Rollen, Verantwortlichkeiten und Aufträge sind. Gleichzeitig braucht es ein gemeinsames Verständnis des gewünschten Endergebnisses sowie die nötige Flexibilität und Agilität, um auf neue Erkenntnisse und Anforderungen reagieren zu können.

Die Säle sollten «neutral» sein, damit sich alle Migros-Unternehmen wohlfühlen, und gleichzeitig die Zukunft der Migros ausstrahlen. Wie ist das gelungen und wo lag die grösste Knacknuss darin?

Der Begriff «neutral» wurde bewusst häufig verwendet. Dabei ging es jedoch nie darum, beliebige oder austauschbare Räume zu schaffen. Neutral bedeutete für uns vielmehr, dass sich sämtliche Unternehmen der Migros-Gruppe in den Räumen wiederfinden und wohlfühlen können.

Die grösste Herausforderung bestand darin, eine Gestaltung zu entwickeln, die zurückhaltend genug ist, um unterschiedlichsten Nutzungen gerecht zu werden, und gleichzeitig eine klare Identität vermittelt. Gelungen ist dies durch eine moderne, zeitlose Gestaltung sowie Elemente, die den Zukunftsanspruch und die Werte der Migros widerspiegeln. Der Spagat zwischen Tradition und Zukunft war dabei sicherlich die grösste Knacknuss.

Wie hast Du die Zusammenarbeit mit Frey & Frey erlebt; vom ersten Gespräch bis zur Umsetzung?

Die Zusammenarbeit war von Beginn an partnerschaftlich und auf Augenhöhe. Frey & Frey hat sich als pragmatischer Partner erwiesen, der aufmerksam zuhört und die Bedürfnisse des Auftraggebers ernst nimmt.

Gleichzeitig haben sie mit ihrem fachlichen Know-how die Rahmenbedingungen klar aufgezeigt und wichtige Impulse geliefert. Besonders geschätzt habe ich die professionelle Projektführung. Dadurch wurde uns viel operative Arbeit abgenommen und wir konnten uns auf die strategischen Fragestellungen und die inhaltliche Ausrichtung des Projekts konzentrieren.

Was können Räume aus Deiner Sicht bei den Nutzenden für einen Impact haben?

Räume werden oft unterschätzt. Sie schaffen den Rahmen dafür, wie Menschen zusammenkommen, diskutieren, entscheiden und zusammenarbeiten. Gerade in einer grossen und vielfältigen Organisation wie der Migros können Räume Identifikation stiften und Unternehmenskultur sichtbar machen.

Gut gestaltete Räume unterstützen nicht nur die Funktionalität, sondern vermitteln auch Wertschätzung gegenüber den Nutzenden. Sie fördern Fokus, Austausch und Zusammenarbeit und hinterlassen bei internen wie externen Gästen einen nachhaltigen Eindruck.

Wie werden die Säle heute genutzt, und was hat sich für die Nutzenden konkret verändert?

Die Säle werden heute für eine Vielzahl unterschiedlicher Formate genutzt. Das Spektrum reicht vom ersten Willkommenstag für neue Mitarbeitende über Workshops und Führungsveranstaltungen bis hin zum M-Talk, bei dem sich Mitarbeitende direkt mit Mitgliedern der Generaldirektion austauschen können.

Gerade diese Vielfalt zeigt, wie wichtig flexible und zeitgemässe Räume sind. Die Säle wirken heute offener, einladender und moderner, ohne dabei an Seriosität zu verlieren. Gleichzeitig unterstützen sie die unterschiedlichen Nutzungsbedürfnisse optimal und schaffen einen Rahmen, in dem sich sowohl interne als auch externe Gäste wohlfühlen.

Wieso Frey & Frey AG und würdest Du uns weiterempfehlen?

Für uns war entscheidend, einen Partner zu finden, der nicht nur gestalterische Kompetenz mitbringt, sondern auch die Komplexität einer Organisation wie der Migros versteht. Frey & Frey hat von Beginn an gezeigt, dass sie zuhören, die Bedürfnisse der verschiedenen Anspruchsgruppen aufnehmen und diese in ein überzeugendes Gesamtkonzept übersetzen können.

Besonders geschätzt habe ich die Kombination aus Fachkompetenz, Pragmatismus und einer sehr partnerschaftlichen Zusammenarbeit.

Hervorheben möchte ich zudem, dass Frey & Frey die Zusammenarbeit auf allen Ebenen sehr adressatengerecht gestaltet hat – vom operativen Projektteam bis hin zum C-Level-Management. Gleichzeitig haben sie die politische Tragweite und die Bedeutung dieses Projekts innerhalb der Migros-Gruppe sehr gut verstanden und entsprechend berücksichtigt. Das war ein wichtiger Erfolgsfaktor und hat gezeigt, dass sie auch in anspruchsvollen organisatorischen und strategischen Kontexten ein sehr geeigneter Partner sind.

Ich würde Frey & Frey insbesondere Organisationen empfehlen, die einen Partner suchen, der nicht einfach nur ein Konzept liefert, sondern die Bedürfnisse des Auftraggebers versteht, kritisch hinterfragt und gemeinsam tragfähige Lösungen entwickelt.

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